Willkommen beim Kirchenchor Ohlsbach
Mozart zum Pfarrfest - Trinitatismesse 3. Juni 2012
Der Österreicher Ludwig von Köchel hat einst in einem nach ihm benannten Verzeichnis alle Werke Mozarts zusammengestellt. Er hat sie chronologisch geordnet und - beginnend mit 1 - fortlaufend durchnummeriert. Das Köchelverzeichnis hat 626 Einträge, der Eintrag 167 hat den Titel "Missa C-Dur in honorem Ssmae Trinitatis für 4 Singstimmen, 2 Violinen, 2 Oboen, 4 Trompeten, Pauken, Bass und Orgel" oder kurz "Trinitatismesse". Das "Ssmae" im Titel steht für "Sanctissimae", es geht um die Ehre der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Die Messe ist also wie geschaffen für das Ohlsbacher Pfarrfest. 
Sie stammt aus dem Jahr 1773 – damals war Mozart 17 Jahre alt - und gehört zur Kategorie der "Missa brevis et solemnis", somit zu den feierlichen, aber kurzen Messen, getreu einer Verfügung des damaligen Salzburger Erzbischofs, nach der auch ein feierliches Hochamt nicht länger als eine Dreiviertelstunde dauern dürfe. Das ist eigentlich ein schwer verständlicher Erlass von jemandem, der sich die Musik von Mozart schreiben ließ. Offenbar aber sind die Wellen dieser Verfügung bis nach Frankreich geschwappt, denn auch die Gounod-Messe von Ostern war eine "messe brève".
"Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo" schrieb Mozart 1777 in einem Brief an seinen Vater. Und so kommen in der Trinitatismesse wie auch in anderen Werken des jungen Mozart die Noten meist nicht in einem ruhigen Fluss, sondern eher wie eine sprudelnde Quelle daher, sie sind eilig unterwegs und haben kaum Zeit zu verweilen. Der zeitweilige Ansturm der Achtel und Sechzehntel nötigen Chor und Orchester Respekt ab. Deswegen proben wir intensiv und freuen uns, wenn wir die Messe zum Ohlsbacher Pfarrfest zusammen mit den Musikerinnen und Musikern und mit Adrian Sieferle an der Orgel in einem feierlichen Gottesdienst einer großen Kirchengemeinde zu Gehör bringen dürfen.
Sonntag, 3. Juni 2012
9:30 Uhr
Pfarrkirche Ohlsbach
Vorstandswahl 18. April 2012
Vier neue Gesichter im Vorstand des Kirchenchors: Ruth Volak, Birgit Näger, Elisabeth Horn und Harald Möschle sind seit der Wahl am 18. April neu im Vorstandsgremium. Gerlinde Gräßle, Monika Stecher-Bartscher, Ralf Buser und Hans Seger verbleiben in ihren Ämtern.
Im Bild von links: Harald Möschle (Stimmensprecher Bass und Kassenprüfer), Monika Stecher-Bartscher (Stimmensprecherin Alt), Ruth Volak (Schriftführerin), Hans Seger (Vorsitzender), Gerlinde Gräßle (stellvertretende Vorsitzende), Dr. Christian Würtz (Leiter der Seelsorgeeinheit und Chorpräses), Elisabeth Horn (Stimmensprecherin Sopran und Kassenprüferin), Konstantin Bläsi (Chorleiter), Birgit Näger (Kassenwartin) und Ralf Buser (Stimmensprecher Tenor).
Hans Seger dankte Dr. Christian Würtz herzlich für die Übernahme der Wahlleitung, dem Chor für den fröhlichen und harmonischen Verlauf des Wahlabends und den bisherigen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und ihre engagierte Mitarbeit in den vergangenen Jahren. Er freute sich sehr, dass sich im Kirchenchor Ohlsbach so leicht Kandidaten für ein Ehrenamt finden lassen und sieht zusammen mit ihnen, dem Chorleiter Konstantin Bläsi und den Sängerinnen und Sängern sehr optimistisch in die Zukunft.
Ostern - Gounod's Messe brève No. 7 8. April 2012
Nach der Trauer über die Leidensgeschichte der Karwoche beginnt im Kirchenjahr am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond eine große Freudenzeit. "Jeder sonnt sich heute so gern, sie feiern die Auferstehung des Herrn" sagt Faust auf seinem Osterspaziergang. Die Freude ist verständlich, denn schließlich ist die Auferstehung vor allem ein Sieg über den, den wir so sehr fürchten. "Tod, wo bleibt dein Schrecken?". Passend dazu präsentierte sich dieses Jahr die Natur zum Ostersonntag wie neugeboren, "vom Eise befreit", "durch des Frühlings holden, belebenden Blick", so, als hätte auch sie gerade den Tod überwunden.
Zu diesem Freudentag hat der Chor im Hochamt am Sonntagmorgen die "Messe brève No. 7" von Charles Gounod gesungen. Sie besticht durch ihre Schlichtheit und Klarheit und ist vielleicht gerade deswegen so feierlich und festlich, ein wunderbares Werk der Kirchenmusik. Organist war Max Hoferer, ein junges und vielversprechendes Talent an der Ohlsbacher Orgel.
Mit dem Auferstehungslied "Singt in jubelvollen Chören" von Max Burger begannen wir die Eucharistiefeier, klangvoll begleitet vom Bläserquartett Maik Bartkowiak (Trompete), Eckhard Klotz (Trompete), Benno Haas (Tuba) und Sandra Leix (Horn). Nach Kyrie, Gloria, Sanctus und Benedictus aus der Messe brève spielten die Bläser zur Kommunion das Largo der Sinfonie "Aus der neuen Welt" von Antonin Dvořák - ruhig und sehr gefühlvoll. Nach dem Agnus der Messe folgte zum Auszug, zusammen mit den Bläsern, "Erstanden ist der
heilig Christ" von Melchior Vulpius, ein Lied, das von den Regensburger Domspatzen einst in die "Gesänge für die Ewigkeit" eingereiht wurde.
Charles Gounod war ein französischer Musiker und Komponist. Er wurde 1818 in Paris geboren und kam als Sohn einer Pianistin früh zur Musik. Reisen nach Italien, Österreich und Deutschland erweiterten seinen musikalischen Horizont. Aus seiner Feder stammt die "Inno e Marcia Pontificale", die heutige Hymne des Vatikan. Er war sehr religiös und wandte sich im Alter intensiv der Kirchenmusik zu. Über 20 kirchenmusikalische Werke - Messen, Oratorien und Kantaten - sind von ihm bekannt. Er starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud in der Nähe von Paris.
Neujahrsempfang der Pfarrei 21. Januar 2012
Seit einigen Jahren ist der Neujahrsempfang der Pfarrei eine gute Gelegenheit, sich zu Beginn des Jahres zu treffen, um sich zu unterhalten und auszutauschen, auf die Aktivitäten und Ereignisse der vergangenen 12 Monate zurückzublicken, hilfreiche Menschen zu ehren und die Planungen für das kommende Jahr zu besprechen. Traditionell beginnt der Abend mit einer heiligen Messe in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit. Auch dieses Jahr haben Kirchenchor und Gemeinde den Gottesdienst, der von Pfarrer Würtz zelebriert wurde, mit Gesängen und Liedern begleitet und ihn so zu einer festlichen Eröffnung des Empfangs gemacht. Konstantin Bläsis Auswahl zeitgenössischer Werke aus dem Gotteslob, teils vom Chor alleine, teilweise zusammen mit der Gemeinde gesungen, unterstrich die Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft aller Kirchenbesucher besonders an diesem Abend
"Lobe den Herrn, meine Seele", ein Chorsatz von Norbert Kissel und Gerhard Ziegler, bildete - den Refrain abwechselnd im Kanon gesungen - einen schwungvollen Übergang zu John Rutters Jubel "Nun danket alle Gott" zum Abschluss der Messe. Wir wurden begleitet von Adrian Sieferle an der Orgel.
